Der Hund – ein ewiger Gefährte

Niemand kann heute mehr genau sagen, welcher Tag es war, an dem diese folgenschwere Entscheidung fiel. Eine Entscheidung, die die Menschheit bis heute prägt. Abermillionen sind diesem Weg, der damals vor ungefähr 15000 Jahren begann, gefolgt, und Unzählige folgen ihm noch immer. Dabei ist es nicht so, dass es ein Mensch war, der sich entschieden hatte, -jedenfalls nicht alleine. Man könnte auch sagen: Diesen Weg beschritten nicht nur zwei Füße, sondern auch vier Pfoten - gemeinsam.

Von Anfang an war diese wohl ewige Beziehung zwischen Mensch und Hund partnerschaftlich. Wahrscheinlich zunächst eher eine Art Schutz- und Jagdgemeinschaft als eine Liebesbeziehung.

Für den Menschen war der Pakt ganz sicher von Vorteil, weil er ja immer der Herr war und der Hund ihm folgte. Diese Rollen sind von jeher klar verteilt.

Und gerade deshalb war es der Hund, der den schwierigeren Teil der Entscheidung zu treffen hatte. Der Hund hat alles auf den Menschen gesetzt, als er sich ihm anschloss. Man könnte auch sagen, dass sich Hunde uns seitdem anvertraut haben. Sie verknüpfen ihr Schicksal mit unserem Willen, sie liefern sich uns aus und bauen darauf, dass wir es gut mit ihnen meinen. Diese Unbedingtheit ist etwas ganz Besonderes und sehr Kostbares. Sie birgt für jeden, der sein Leben mit einem Hund teilt, eine große Verantwortung. Dabei machen es uns Hunde mit ihrer Liebenswürdigkeit, ihrer Zugewandtheit und Aufmerksamkeit leicht, diese Verantwortung zu tragen.

Ein Wesen, das sein Leben in unsere Hände legt, dürfen wir nie im Stich lassen. So einfach ist das und so sollte es immer sein. Aber Vertrauen, Treue und Loyalität sind nun einmal hohe Ideale, denen nicht jeder gewachsen ist, und die – bildlich gesprochen – leider immer wieder mit Füßen getreten werden.

Betrachten wir es einmal aus der Perspektive des Hundes: Ob es eine gute Entscheidung war, dem Menschen zu folgen, lässt sich sicher nur im Einzelfall beantworten. Hunde wollen immer lieben, der Mensch dagegen ist oft ein Opfer seiner Launen und jeweiligen Interessen. Während der Mensch zuweilen dazu neigt, abzuschweifen, bleibt ein Hund immer bei sich und seinen Prinzipien. Ganz sicher ist das einer der Gründe, wofür wir Hunde so lieben und schätzen: dass sie sich selbst treu sind und uns – ganz gleich, ob wir es verdienen oder nicht.

Franz von Assisi soll einmal gesagt haben:

„Dass mir der Hund das Liebste sei, sagst Du, o Mensch, sei Sünde? Der Hund blieb mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde“!