Horrorgeschichten von Hunden

 

 

Immer wieder hört man Horrorgeschichten von Hunden, die Menschen angreifen und im schlimmsten Fall verletzen. Wie verhält man sich richtig, wenn ein fremdes Tier auf einen zukommt? Hier einige Tipps für brenzlige Situationen.

 

Wie sollte ich reagieren, wenn ein fremder Hund ohne Leine auf mich zugerannt kommt oder hinter mir herläuft?
Grundsätzlich sind alle Hunde domestizierte Raubtiere. Und für jedes Raubtier gilt: Laufen Sie niemals vor ihm weg! Wenn Sie keine Chance sehen, dorthin zu gelangen, wo der Hund Sie nicht verfolgen kann - sprich auf einen Baum, hinter einen Gartenzaun oder in ein Auto -, bleiben Sie stehen. Wenden Sie sich dem Hund zu, vermeiden Sie Bewegungen, nehmen Sie Arme und Hände an den Körper. Ein Hund, der Sie beißen will, wird sich immer den Körperteil greifen, den Sie ihm zuerst anbieten. Das sind durch Abwehrbewegungen meistens die Arme oder Beine. Wenn Sie sich ruhig verhalten, den Blick geradeaus richten und die Gliedmaßen an den Körper drücken, wird der Hund Ihnen vielleicht die Jacke oder das Hosenbein zerreißen, aber er wird Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht beißen. Starren Sie den Hund auch nicht an. Bleiben Sie wie zur Salzsäule erstarrt stehen.

 

Woran erkenne ich, ob mir ein Hund freundlich gesinnt ist? Und bei welchen Anzeichen sollten meine Alarmglocken schrillen?
Das ist sehr schwierig einzuschätzen, weil es je nach Tier und Situation ganz unterschiedlich sein kann. Der Hund kann in einer Situation absolut freundlich und nett sein, kommt aber plötzlich ein Leckerli ins Spiel oder ein Ball, kann die Situation plötzlich kippen, wenn Futterneid und Beutetrieb dazu kommen. Gefährlich wird es, wenn der Hund sich steif macht, wenn er die Zähne fletscht, wenn er fixiert. In Fachkreisen sagt man, der Hund bekommt den schwarzen Blick. Auch Schwanzwedeln ist nicht immer ein Zeichen von Freude und Freundlichkeit.

 

Ein Hund bellt am Gartenzaun vorbeigehende Passanten an. Viele erschrecken natürlich erst mal. Wie sollte man hier reagieren?
Das Bellen am Gartenzaun ist ein gewolltes Verhalten. Der Hund sagt hier jedem, der an seinem Revier vorbeigeht: "Das ist meins! Bleib draußen!" Natürlich ist das manchmal erschreckend für den Spaziergänger. Auch hier gilt: Gehen Sie einfach ruhig weiter, zeigen Sie sich unbeeindruckt. Aufgrund der immer weiter steigenden Zahl von Wohnungseinbrüchen sollte man über so eine kurze akustische Belästigung wohlwollend hinwegsehen. Der Hund macht hier nur seinen Job.