Hund ignorieren

 

Ignorieren gehört zu den ganz normalen Verständigungsmitteln beim Hund. Man muss es aber ein wenig üben. Der Hund darf wirklich überhaupt nicht beachtet werden. Das ist gar nicht so einfach. Die Frage, wozu das gut ist, ist leicht beantwortet. Der Hund muss wissen, dass er in bestimmten Situationen nicht die Hauptperson ist. Wenn er zum Beispiel bettelt oder nervt und man selbst in Ruhe arbeiten möchte, ohne gestört zu werden, oder wenn er einen anspringt und so weiter.

  1. Wie Luft behandeln
    Ignorieren bedeutet auszublenden, dass Ihr Hund gerade eine unerwünschte Handlung zeigt. Auf keinen Fall geht es darum, Ihrem Hund die kalte Schulter zu zeigen, ihn also durch bewusst distanziertes Verhalten „abzustrafen“. Sie drehen sich also nicht mit Ihrem gesamten Körper weg. Er existiert im Moment des Ignorierens einfach nicht - konkret bedeutet das für Sie: kein Wort, keine Berührung und kein Blick!
     

  2. Immer nur kurzfristig
    Ignoriert wird kurzfristig – oft sind nur wenige Sekunden nötig –, nicht etwa minuten- oder gar stundenlang. Das wäre soziale Isolation Ihres Hundes, die sich negativ auf seine Psyche auswirkt. Denn Ihr Hund kann keinen Zusammenhang herstellen zwischen dem, was er vor fünf Minuten gemacht hat, und Ihrem noch immer andauernden Ignorieren. 
     

  3. Ausschließlich situationsbezogen
    Ignoriert wird in einer spezifischen Situation. Sobald Ihr Hund mit dem Verhalten, das Sie nervt, aufhört, sind Sie nicht weiter nachtragend und gehen wieder ganz normal mit ihm um.

 

 

 

Letztendlich bringt das Ignorieren auch Ruhe in die Mensch-Hund-Beziehung, eben weil es ein normales Verständigungsmittel unter Hunden ist. Sie lassen sich einfach nicht nerven und müssen auch nicht schimpfen.