Hundesprache

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Knurren, Zähne fletschen

Man unterscheidet bei Hunden verschiedene Gruppen von Signalen: Drohsignale, Abbruchsignale und Beschwichtigungssignale. Im Alltag zeigt sich häufig, dass nicht einmal die gängigsten Hundesignale wirklich bekannt sind, dass sie zu oft falsch gedeutet werden und die Hunde letztlich darunter leiden.

Solch ein häufig falsch gedeutetes Signal ist das Knurren. Knurren, Zähne fletschen und Lefzen hochziehen gehören zur Hundesprache: Das Tier signalisiert, dass es Abstand will – weil es Angst hat, weil es jemanden oder etwas beschützen will oder weil es einen Knochen verteidigt.

Das heißt aber nicht, dass der Hund gefährlich ist. Im Gegenteil: Ein Hund, der knurrt, warnt. Er will Aggression vermeiden. Er schnappt eben nicht einfach zu, er wendet soziale Spielregeln an. Sobald der Abstand wieder gewahrt ist, sich also zum Beispiel der Mensch, der angeknurrt wird, abwendet und ein Stück entfernt, entspannen sich die Züge des Hundes – ein Konflikt wurde vermieden.

Territorialverhalten

Das Territorialverhalten eines Hundes wird auch Revierverhalten genannt. Es dient dazu, das eigene Territorium gegen andere Tiere der gleichen Art zu verteidigen und gegen deren Territorien abzugrenzen. Das Territorialverhalten ist Sozialverhalten und gehört zu den grundlegenden Mechanismen bei Mensch und Tier.

Unter territorialem Verhalten versteht man z.B. Bellen am Gartenzaun, wenn es an der Tür klingelt, Anspringen, gehemmtes Beißen, Verfolgen von Besuchern auf dem Grundstück bzw. in der Wohnung etc. Dieses Verhalten, also der Versuch, einen Eindringling mit Drohen oder Angriff zu vertreiben, gehört zu dem Normalverhalten von Hunden und bedeutet nicht, dass ein Hund aggressiv ist.

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