Dummytraining

Das Dummytraining kommt ursprünglich aus dem Training für die Jagd. Inzwischen erfreuen sich auch viele nicht-jagdlich geführte Vierbeiner am Apportieren bei der Dummyarbeit. Es gibt verschiedene Arten hierfür. Sehr beliebt ist nach wie vor ein Futterbeutel, der mit Leckereien gefüllt werden kann. Das steigert die Motivation des Vierbeiners zum Apportieren beim Training!

 

Im Vordergrund sollten für das Mensch-Hund-Team stets der gemeinsame Spaß an der Dummyarbeit und die Auslastung stehen. Toll ist, dass das Dummytraining wunderbar in den Alltag eingebaut werden kann!

 

Die Vorteile vom Dummytraining:

 

Die Quintessenz der Dummyarbeit ist die Stärkung der Beziehung zwischen Vierbeiner und Hundehalter. Ziel des Dummytrainings ist es, das Vertrauen so weit auszubauen, dass Ihr Liebling Ihnen seine Beute nach dem Apportieren gerne überlässt. Doch auch der Hundeführer selbst lernt seinem Hund beim fortgeschrittenen Dummytraining zu vertrauen. Denn bei der Verlorensuche darf der Hund beispielsweise ein größeres umschriebenes Areal nach dem Dummy absuchen und kann sich dabei außer Sichtweite des Halters frei bewegen. Weiterhin wird beim Dummytraining neben der Kooperation beim Apportieren auch die Verständigung zwischen Mensch und Hund verbessert. Der Zweibeiner lernt seine eigene Körpersprache beim Dummytraining besser einzusetzen und gleichzeitig die Körpersprache des Hundes richtig zu deuten. Der Verbeiner muss bei der Dummyarbeit stets seine Riechzellen gebrauchen, sich bewegen und konzentrieren.

 

Praktisch ist, dass für ein ordentliches Dummytraining nicht viele Gegenstände nötig sind: Lediglich ein Dummy, Futterbeutel oder anderes begehrtes Spielzeug zum Apportieren sowie eine saftige Belohnung braucht es zum Erlernen des richtigen Apportierens.

Die wichtigste Regel ist, dass das Dummytraining für Hund und Mensch immer Spaß und Freude an der Sache darstellen und folglich ohne Zwang aufgebaut werden sollte. Dabei gibt es je nach persönlicher Veranlagung und Motivation des Hundes verschiedene Möglichkeiten zum Erlernen des Apportierens. Bei allen Wegen zählt, dass dem Vierbeiner das Apportieren beim Dummytraining in kleineren Schritten näher gebracht wird. Auch schon im Welpenalter kann der Grundstein für das Apportieren und die Dummyarbeit gelegt werden.

 

Als Erstes muss dem Hund natürlich vor dem Apportieren der Dummy schmackhaft und interessant gemacht werden – je nach Hundevorliebe ist das entweder über Futter oder Spiel möglich. Außerdem sollte der Dummy nur zum Dummytraining zum Vorschein kommen und niemals achtlos herumliegen gelassen werden.

 

Fördern Sie beim Erlernen des Apportierens diejenigen Eigenschaften des Hundes, die für die Dummyarbeit unerlässlich sind. Viele Vierbeiner zeigen bereits eine natürliche Vorliebe zum Apportieren und tragen gerne Gegenstände im Maul herum. Trägt der Hund stolz sein Kuscheltier im Haus herum, so loben Sie ihn. Nehmen Sie Ihrem Hund den Gegenstand nicht sofort ab, sondern bieten Sie ihm später beim Dummytraining im Gegenzug eine ordentliche Belohnung an. Der Vierbeiner soll nämlich das Objekt der Begierde gerne apportieren und bei seinem Menschen abliefern. Da der natürliche Hetztrieb beim Apportieren eher hinderlich ist, sollte der Dummy nicht geworfen sondern stattdessen ruhig abgelegt werden. Außerdem sollte der Vierbeiner bei der Dummyarbeit nicht aus freien Stücken losrennen. Kombinieren Sie also ein Kommando mit dem Start des Apportierens.

Der Futterbeutel soll für den Hund einer der begehrtesten Gegenstände werden! Daher kommt der Futterbeutel zu Beginn des Dummytrainings zu jedem Spaziergang mit und ist auch zuhause stets präsent. Im Inneren befinden sich die tollsten Leckereien, auf die Ihr Vierbeiner bei der Dummyarbeit nicht verzichten möchte. Zunächst darf der Hund sich Leckerlis aus dem Futterbeutel herausholen.

 

Im nächsten Schritt des Dummytrainings überlassen Sie Ihrem Liebling den Futterbeutel. Sinnvoll ist es, Ihren Hund dabei an einer Schleppleine zu halten – denn er sollte sich mit dem Futterbeutel nicht einfach aus dem Staub machen. Der Hund wird wohl erst versuchen den Futterbeutel zu öffnen und feststellen, dass das nicht nach seiner Vorstellung gelingt. Lotsen Sie also nach kurzer Zeit Ihren Vierbeiner mit der Schleppleine in Ihre Richtung. Übernehmen Sie dann den Futterbeutel von Ihrem Vierbeiner und geben Sie ihm eine Belohnung aus dem Futterbeutel. Wiederholen Sie die Übung so lange, bis Ihr Vierbeiner versteht, dass er erst an die Belohnung kommt, wenn er Ihnen den Futterbeutel bringt.

 

Im weiteren Dummytraining können Sie das Apportieren mit einem kurzen im-Maul-Halten des Futterdummies kombinieren. Es sollte außerdem darauf geachtet werden, dass der Dummy nach dem Apportieren in der Hand des Hundeführers landet – und nicht unachtsam auf den Boden geworfen wird. Weiterhin hilft der Gebrauch von Kommandos beim erfolgreichen Dummytraining.